Rezensionen

Sommerfell (Zomervacht)

Robben ist ein Meister der Figurenzeichnung, die ihm mit nur wenigen geschmeidigen Strichen gelingt. […] Wie ein Porträtfotograf hält er seine Motive in Zomervacht in einem fokussierten Close-up fest. Intim, manchmal klaustrophobisch, genauso wie es sich für einen Jungen wie Brian anfühlen muss, der mit Verwunderung auf die Lichter auf dem anderen Hügel schaut.“ The New York Times

„Ein in die Tiefe gehender humaner Roman über einen behinderten Jungen und seinen heroischen jüngeren Bruder, die mit ihrem unzuverlässigen, kleinkriminellen Vater auf einem heruntergekommenen Schrottplatz wohnen. Großmütig geht der Autor mit seinen Figuren trotz all ihrer Begrenztheit um. Das Buch ist prachtvoll geschrieben und schildert mit großer Menschlichkeit ein Leben in bitterer Armut am Rande von Not und Unglück.“ International Booker Prize 2021

Die Sprache ist präzise und direkt, denn genau so beobachtet Brian, und beschreibt in klaren Worten die intensiven, schwierigen Handlungen der Menschen ringsum ihn herum. Scharfe Dialoge kennzeichnen die Personen, die sowohl geistreich als auch ernst sind. “Zomervacht” ist ein berührender Roman über eine dysfunktionale Familiendynamik und die universellen Schwierigkeiten eines Teenagers.“ Foreword Review

„Durchdacht und empathisch.“ Kirkus Review

„Jaap Robben hat ein Händchen für eindringliches Erzählen, wobei die Originalität seiner mit trockenem Humor geschilderten Szenen überrascht. Robbens Stil ist trügerisch schlicht. Man muss nicht erwachsen sein, um Zomervacht zu lesen, doch Robbens Bildsprache, der subtile Humor und die überraschenden Plotwendungen lassen auch den erfahrenen Leser nicht unberührt. Zomervacht gibt einen ergreifenden Einblick in das Leben eines Jungen, das einen noch lange beschäftigt.“ De Standaard

„Jaap Robben hat ein sehr gutes Buch über Solidarität und Beistand, aber auch über die damit verbundene Bürde geschrieben. Dass man ein sehr gutes Buch liest, merkt man gleich beim ersten Satz: “Ich dachte, wir würden nur ein bisschen herumfahren.” Viele Sätze Robbens erzeugen Bewegung.“ Het Parool

„Ein Meister der moralischen Ambivalenz.“ Ons Erfdeel

„Robben kann einfach und fantastisch schreiben – ich konnte nicht aufhören, von Anfang bis zum Ende schöne Sätze zu unterstreichen.“ Trouw

„Robben hätte viele rührselige Szenen beschreiben können. Dass er es unterlässt, ehrt ihn. Denn mit Rührseligkeit will er nicht punkten, er liefert nur die Vorlagen, und zwar so elegant, dass sie nicht mehr ins Tor geköpft werden müssen.“ De Volkskrant

„Robben schreibt klar und schlagfertig mit kurzen, geschliffenen Dialogen und erschafft Szenen, die dich noch lange beschäftigen. […] “Zomervacht” ist manchmal unappetitlich und grob. Aber ebenso zart und zerbrechlich.“ Knack

„Und dann diese Sprache! Wenn es nicht Jaap Robben gelingt, kommende Generationen zum Lesen zu bringen, schafft es keiner.“ Trouw

Die Komposition ist bärenstark, der Stil zugänglich, aber äußerst pointiert, und nie wird der Ton larmoyant. Ein niederschmetternder Roman über intensive, elemantare Emotionen, der eine große Leserschaft verdient.“ BIBLION

„Jaap Robben versteht die Kunst, seinen Figuren sehr nahe zu kommen, und auch als Leser kriecht man ihnen unter die Haut […] Die Jury hat die kurzen, abgemessenen Sätze geliebt, in denen so viel gesagt wird. Die Geschichte von Brian, dem die fast unmenschliche Aufgabe aufgebürdet wird, sich um seinen behinderten Bruder zu kümmern und zugleich seine Haltung gegenüber einem Mädchen bestimmen muss, ist eine Leseerfahrung, die den Leser gefangennimmt und nach Luft schnappen lässt. Die kleine Geschichte wird dabei größer und größer: Von einer Vater-Sohn-Bruder-Geschichte hin zu einer brodelnden Teenagerliebe und der großen Geschichte darüber, wie Menschen übereinander Macht ausüben und was geschieht, wenn sie damit nicht umgehen können.“ Jury Jongerenliteratuurprijs

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