Rezension über Summerbrother in The Guardian

In The Observer und The Guardian ist heute dieser Rezension erschienen über Summer brother die englische Übersetzung von Zomervacht.

‚Humorous and shrewd novel… evocative coming-of-age novel…’ ‘astute characterisations.’

‚Robben depicts the limitations of a dysfunctional family but also celebrates empathy as a force for good.‘ (Lucy Popescu) The Observer


Longlist International Booker Prize 2021

Summer Brother (Zomervacht) ist auf der 2021 International Booker Prize Longlist!

‘A deeply humane novel centred on a disabled man, his heroic younger brother and an unreliable, partly criminal father living on an all but derelict site. The book is generous to all its flawed characters, is beautifully written and humanises lives of abject poverty on the edge of squalor and disaster.’ – Jury of the International Booker Prize 2021


Rezension von Summerbrother in The New York Times

‘Robben is wonderful at drawing characters with just a few deliberate strokes. One standout description comes in a passing reference to Maurice’s mother: “In my memory, smoke came out of her mouth even when she didn’t have a cigarette between her lips. There was always something smoldering inside her.”

Most fascinating to Robben, however, are the prickly relationships between men, which oscillate between moments of tenderness and brutality before reaching a painful climax. Robben depicts men who regularly cycle between carelessness, cruelty and compassion, which makes Brian’s ultimate rank-breaking toward benevolence all the more uplifting.

Like a photographer shooting a portrait, Robben captures his subjects in “Summer Brother” in a focused close-up. It’s intimate, even claustrophobic at times, just as life must be for an isolated boy like Brian, looking with wonder to the lights on the hill.’ The New York Times (Tacey Rychter)


Übersetzung “Das NEINhorn”

Während der Lockdown-Monate hat wohl jeder Dinge getan, die Neuland für ihn gewesen sind. Jaap Robben hat das Kinderbuch “Das NEINhorn” von Marc-Uwe Kling (Text) und Astrid Henn (Illustrationen) ins Niederländische übersetzt. Dieses Buch ist wirklich mit keinem anderen Bilderbuch vergleichbar, man kann nicht anders, immer wieder muss man aufs Neue grinsen und kichern.

In Deutschland wurden über 100.000 Exemplare vom “NEINhorn” verkauft und auch in den Niederlanden galoppiert “Het NEEhoorn” an die Spitze der Bestsellerlisten.

“Ein besonders humorvolles Bilderbuch. Jaap Robben hat es großartig übersetzt.” (Toin Duijx) Friesch Dagblad 


Reise mit den schweigenden Männern nach Polen

Von September 2020 an ist in der Tageszeitung Trouw die 18-teilige Serie Po Polska erschienen, in der Jaap Robben über die schweigenden Männer schrieb – die vier polnischen Handwerker, die sein Haus umgebaut haben. Um sie und ihre Geschichten besser zu verstehen, ist Robben mit ihnen anschließend nach Polen gefahren, um dort auch ihre Familien kennenzulernen. Eine Art driving-home-for-christmas-Erfahrung in einem ruckelnden Bauarbeitertransporter.

Im Feuilleton der Trouw vom 24. Dezember 2020 kann man diesen Reisebricht nachlesen. Klicken Sie hier.


Biografie einer Fliege

Das Produktionshaus de Nieuwe Oost Wintertuin in Nijmegen hatte eine ebenso simple wie blendende Idee, die noch dazu Corona-gerecht war: Auf den in der Stadt verteilten Reklameflächen, auf denen sonst Veranstaltungsplakate hängen, sollte je ein Kapitel einer Geschichte gelesen werden können. Vergangenen Sommer erhielt ich die ehrenvolle Anfrage, diese Geschichte zu schreiben. Es wurde die Biografie einer Fliege. Mit dem Rad oder zu Fuß konnte man auf drei verschiedenen Routen die insgesamt 25 Kapitel lesen.

Den ganzen November über also hatten die Menschen die Möglichkeit, in die Geschichte über das Leben einer Fliege einzutauchen! Hier finden Sie mehr Informationen und die Routenkarte durch Nijmegen. Zu meiner Freude ging die Biografie einer Fliege auf Tournee. Bei Explore the North wurde die Geschichte vom 17. bis 24. November in den Straßen von Leeuwarden plakatiert.
Bald folgen weitere Informationen, in welchen Städten die Fliege noch brummen wird.


Erfgoedfestival (NL) (Kulturerbefestival)

Im Sommer 2020 hat Jaap Robben “die Grenze” erkundet. Auf Anfrage des Erfgoedfestivals Erfgoedfestival und des Grenslandmuseum in Dinxperloo hat er sich auf Spurensuche ins deutsch-niederländische Grenzland begeben, mit einer Grenze, die kaum noch in der Landschaft erkennbar ist und die wir heute achtlos passieren.

Das Gebiet am ehemaligen deutschen Grenzhäuschen zwischen Beek-Ubbergen und Wyler kennt er schon seit Jahren. Jetzt ist er auf die Suche nach den Menschen gegangen, die hier leben. So traf er z.B. auf die Syrerin Delvin, die mit anderen Flüchtlinge ihr Leben riskiert hat, um über andere Grenzen nach Europa zu gelangen. Heute leben sie auf einer Grenze. Wie fühlt es sich für sie an, auf einer Grenze zu leben, wie erfahren sie den für uns mittlerweile unsichtbaren Grenzstreifen?

Gemeinsam mit dem Rapper Typhoon präsentierte Robben am 27. September in der Konzerthalle Musis Sacrum in Arnhem diese Geschichten. Danach folgte ein Interview mit der begeisternden Andrea van Pol.

Die Geschichte “Unsere unsichtbaren Nachbarn” wurde anschließend im AD Magazine veröffentlicht. Klicken Sie hier, um sie nachzulesen.


Literarischer Sommer Festival in Neuss (D)

Bereits zum dritten Mal ist Jaap Robben zu Gast beim Literaturfestival Literarischer Sommer in Neuss gewesen, dieses Mal unter dem Zeichen seiner Artikelserie über Kriegsende oder Befreiung, die er im Frühjahr 2020 für die Neue Rhein Zeitung und Deutschlandfunk Kultur geschrieben hat. 

Am 3. September hat er darüber mit Christine Breitschopf in der Stadtbibliothek Neuss gesprochen. Klicken Sie hier für mehr Informationen. 

Lesen Sie hier, was journalist Claus Clemens in der Neuss-Grevenbroicher Zeitung über diesen Abend geschrieben hat.


Deutschlandfunk Politik

Am 8. Mai 2020 habe ich im Radiosender Deutschlandfunk Kultur in der Sendung Politisches Feuilleton meinen Essay Kriegsende und Befreiung vorgelesen. Es war eine besondere Ehre, weil Deutschland an diesem Tag an das Ende des Zweiten Weltkriegs erinnerte.

Lesen oder hören Sie hier meinen Essay nach.


Poesie bei Tijd voor Max

In letzter Zeit war Robben monatlich Gast bei der Fernsehsendung Tijd voor Max des Senders NPO1, um dort Gedichte vorzutragen bei einem Thema, die er dafür bei seiner Recherche im Poëziecentrum Nederland entdeckt hat.

In der Mediathek uitzending gemist können Sie sich alle Folgen ansehen.


Dichter aan de lijn

Weil heutzutage so viele Menschen schlafen gehen, ohne dass ihnen jemand eine gute Nacht wünscht, habe ich zusammen mit dem Kulturmagazin MONDO der Fernsehanstalt VPRO und Poetry International das Projekt „Dichter dran – Dichter an der Strippe“ entwickelt. Am 11. April 2021 habe ich es in der Fernsehsendung Mondo vorgestellt, dazu wurde ein erster Kurzfilm über diese Telefongespräche ausgestrahlt. Seither können wir uns vor Anfragen kaum retten. Klicken Sie hier, wenn auch Sie teilnehmen möchten.

Gemeinsam mit den Dichter*innen Iduna Paalman, Ellen Deckwitz, Neske Beks, Ingmar Heytze, Elfie Tromp, Vrouwkje Tuinman, Ted van Lieshout, Edward van de Vendel, Tsead Bruinja, Paul Bogaert, Mark Boog, Anneke Brassinga, Maria Barnas, Roberta Petzoldt, Alfred Schaffer, Hannah van Binsbergen werde ich auch in der kommenden Zeit zwischen 20 und 22 Uhr bei Interessierten anrufen, um, ihnen Gedichte vorzulesen.


Deutschland und Befreiung

Letztes Jahr hat mich die Frage fasziniert: Wie feiert man in Deutschland eigentlich die Befreiung? Die Neue Rhein Zeitung (NRZ) fand das Thema ebenfalls interessant, woraufhin ich zwei Monate lang durch Nordrhein-Westfalen streifte und Deutsche zu „75 Jahre Kriegsende“ interviewte.
Schnell stellte sich heraus, dass meine Fragen komplex waren und einen wunden Punkt trafen, den ich so nicht bedacht hatte. Ich erhielt besondere, ehrliche und bewegende Antworten – von einem alten Wehrmachtsoldaten, der in dem Dorf, in dem ich lebe, gekämpft hatte, von einer 84-jährigen Dame, die das Ende des Kriegs in einem Hochbunker in Duisburg erlebte, von einem Mann, der in seiner Jugendzeit entdeckte, dass seine Familie im Krieg aktive, hingebungsvolle Nazis gewesen waren. Ich entzifferte das Tagebuch, das Annemarie Sandkühler für ihren Liebsten über die grausamen, nahezu vergessenen Bombenangriffe auf Dinslaken geschrieben hatte. Und ich spazierte mit einem Bundeswehrsoldaten durch den
Reichswald, in dem eine blutige Schlacht ausgetragen wurde, die gewaltiger war als der D-Day, auf die aber an Ort und Stelle kein einziges Schild hinweist.

Meine Reisen in die Vergangenheit beschrieb ich in einer fünfteiligen Artikelserie, die ab dem 7. März 2020 publiziert wurde. Für mich persönlich war es eine besondere Erfahrung, den Menschen zuzuhören, die so viel zu erzählen haben, es aber nie zuvor gewagt haben, darüber zu sprechen.


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